Cambridge Declaration on Consciousness in Non-Human Animals

Nun ist es (endlich) offiziell, nicht nur der Mensch verfügt über ein Bewusstsein.

Empathie differenziert übrigens nicht nach Spezies. Wer Veganern unterstellt, sie würden das Wohl der Tiere vor das der Menschen stellen, liegt damit falsch. Doch nicht selten verhält es sich so, dass Veganer sich von Menschen die mit Vorurteilen behaftet sind und wenig Interesse daran haben sich mit einer nachhaltigeren Denk- und Lebensweise vertraut zu machen, zurückziehen und die Gesellschaft von Tieren vorziehen. Leiden sehen können sie Menschen genauso wenig wie Tiere. Die Empathie von Vegetariern und Veganern ist allgemein höher. Doch anderen deswegen schon unverbesserliche Rohheit vorzuwerfen, wäre vorschnell. Empathie ist kein statischer Wert, sondern kann sich da besser entfalten, wo vermieden wird, anderen Schaden zuzufügen. Viele Menschen werden zwar (auch) aus Empathie vegan, doch kann es auch passieren dass sich durch die Veränderung der Lebensweise – beispielsweise aus gesundheilichen Gründen – erhöhte Empathie erst nachher einstellt. – Die (datenverarbeitungstechnische) Bedeutung von Empahie für unsere Entwicklung und Zukunftsfähigkeit kann ich gar nicht hoch genug ansetzen.

Schmerz, Leid aber auch Freude können wir in allen Gesichtern erkennen die Empfinden ausdrücken und sind davon mehr oder weniger stark berührt. Wir finden ja auch das Kindchenschema an jungen Säugetieren artenübergreifend „putzig“. – Das bedeutet aber auch: wenn wir unseren Kindern die Empathie gegenüber Tieren aberziehen (die meisten Kinder mögen Tiere), sind von der damit einhergehenden Rohheit später auch Menschen betroffen. Ich habe es bereits vor ein paar Jahren herausgefunden, als ich mich mit der Entwicklung und Funktionsweise des Fühlens und Denkens auseinandersetzte. – Leid ist Leid ist Leid – und wird nicht größer oder kleiner dadurch, dass wir(!) einen Unterschied machen, wen es (be)trifft. Es entsteht dabei ein Schaden. Und wir richten ungeheuer viel davon an (1 – 2.6 Billionen Meereslebewesen pro Jahr, ca. 60 Milliarden Landtiere, ohne die Kollateralschäden an Wildtieren – und Zigtausend Menschen jeden Tag) – Viele reden vom Umdenken. Ich glaube, wir haben noch nicht mal damit angefangen – darüber nachzudenken, was wir hier eigentlich tun. – Und es bleibt nicht mehr viel Zeit. Die Kinder müssen alles ausbaden, was die Erwachsenen jetzt noch vor sich her schieben.