Werte sind der Schlüssel

Wissen das wir nicht fühlen können, ist nicht verwertbar, fließt nicht ein in das was wir (nicht) wollen. Werte sind die Basis unserer Willensbildung.

Ich glaube, dass der Verstand / die Abstraktion / die Orientierung an Symbolen, (unfällig) eine Abspaltung verursachte die das Bewusstsein vom restlichen Gehirn trennte. Es gibt so vieles, das unser Gehirn besser weiß als wir, und uns durch Befindlichkeitssignale zu verstehen geben will. Doch wir glauben mittlerweile, dass Arbeit keinen Spaß machen soll, Glück kein Ziel sein kann, Geld einen Wert hat, was wir „haben“ uns definiert, und die Übervorteilung anderer die Voraussetzung für den eigenen Erfolg darstellt.

Die Gehirne der meisten Menschen haben sich an Symbolen aufgehängt. Doch Werte sind der Schlüssel, waren es immer, und werden es für informationsverarbeitende Mechanismen immer sein. Das ist alles, was ich über das Leben und das Universum weiß. Neue Werte, neuer Raum, neue Vorstellungen, neue Inspiration – immer wieder neu entfachte Lebendigeit und Leidenschaft.

Es erschloss sich mir nicht ein menschlicher Wert, der nicht auf einen tierischen Ursprung zurückzuführen wäre. Damit hatte ich als Omnivore ein Problem. Wie die meisten Menschen hatte auch ich gelernt, dass unsere Spezies über den Tieren steht, und Tiere weniger „wert“ sind und man sie daher essen „darf“. Daran bekam ich jedoch Zweifel und modifizierte die Welt in meinem Kopf. In der Folge musste ich mich neu orientieren. Ich räume ein, dass einen das in einer Umgebung die einen anders kennt, ziemlich aus der Bahn werfen kann, weswegen ich gehemmt bin, diesen Schritt jemandem pro-aktiv zu empfehlen. Doch das von Menschen geschaffene System ist der Fehler, nicht die sich darin neu (er)findenden Menschen die mehr sein wollen als ein Rädchen in einer zukunftsvernichtenden Todesmaschinerie. Der Ernst der Lage wird immer wieder verharmlost von Menschen die nicht von jenen Gewohnheiten lassen wollen, die uns in diese Lage brachten. – Wenn nicht (Massen)Fehleinschätzung, was sollte sonst die Ursache der Menschheitsprobleme sein?

Ich verdanke den Tieren so viel, einfach nur dadurch, dass ich sie nicht mehr esse. Und ja, ich orientiere mich so lange immer wieder neu, bis ich bei dem was ich mache das rundherum gute Gefühl habe das Richtige zu tun. Für Stehengebliebene macht mich das zum „Radikalen“, „Extremisten“, „Ökofaschisten“ und „Vegantaliban“, doch ich unterstelle ihnen einfach, die Bedeutung dessen was sie vehement von sich weisen gar nicht einschätzen zu können.

Außerdem glaube ich, dass Intelligenz eine Entscheidung ist, kein vorgegebener Zustand, genauso wenig wie Dummheit. Dumm ist, dessen Folgewirkungen Zerstörung, Schmerz und Leid verursachen. – An wem ist in einem System in dem letztlich alles auf alle wirkt irrelevant. Den Unterschied wen es trifft nicht mehr zu machen ist in unserem Inneren nur eine Nuance, doch nach außen hin der größte Schritt in Richtung Menschlichkeit.

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