Sonnenstürme 2012

Fasziniert verfolgte ich in den letzten Jahren Gerüchte um den bevorstehenden Weltuntergang 2012, die Prophezeiungen der Mayas, den Übergang in eine neue Ära, und gelangte heute (mal wieder) zu den angeblichen Warnungen der NASA vor Sonnenstürmen, die globale Konsequenzen haben könnten, bis hin zu noch einem Ende-unserer-Zivilisation-Szenario. Richtig? – Falsch? – Oder – – – weder noch? – Da bekomme ich richtig Lust, selbst ein wenig zu spekulieren, und zwar wie folgt:
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Gedanken zur Klimakonferenz

Eine biologische Substanz, die über einen Raum hergefallen ist, weicht nicht mehr gerne zurück. Schon das Wort einschränken – keine Chance. Wer das von den Menschen verlangt, kriegt sie nicht rum. Affen wollen Zucker, Aussicht auf Belohnung. Ein Gehirn denkt und handelt nicht wider das eigene Wohlbefinden, allerdings kann man damit so fix rechnen, dass es schon wieder simpel wird, diesen Parameter positiv zu nutzen – der Erfolg von Religionen basiert darauf. Der Werbeindustrie gelingt es jeden Tag, uns die seelenlosen Massenabsonderungen berechnender Existenzen als „wertig“ zu verkaufen. So mancher Mensch wurde auf diesem Weg bereits vergiftet, denn es geht dabei längst nicht mehr um ihn.

Und nun ist die Politik dran Schuld, die Wirtschaft, aber doch nicht der einzelne Autofahrer, Plastikverbraucher und Tierproduktekonsument, dem das Leiden anderer völlig egal ist. Daher muss die Politik bei konsequenten Maßnahmen mit Stimmverlusten rechnen. Und die Lobbys sind mächtig, mit denen will man es sich auch nicht verscherzen. Man macht sich besser die „starken“ Giftabfallproduzenten zum Freund als sich dafür zu engagieren, die zu mehr Begabten zu fördern, die Jugend besser zu bilden oder die Übervorteilten zu schützen. Dieses wert(e)vollste aller Engagements muss selbst zusehen, woher es seine Mittel bekommt. Profit entsteht wenn man sich mehr herausnimmt als man gibt – genau genommen ist das schon Diebstahl, weil er nur durch Ausbeutung und Enteignung anderer gemacht werden kann. Wäre alles Geld das fließt verDIENT, würde diese Welt ganz anders aussehen, und wir bräuchten auch keine Klimakonferenzen!

Zu Gier muss man sich vergegenwärtigen, dass sie nicht erfüllbar ist. Sie kennt kein Genug, auch die Ressourcen von zehn Planeten können ein Fass ohne Boden nicht voll machen. Die wahre und nach wie vor beste (weil umfassendste) ökonomische Leistung des Menschen war sein Altruismus. Profitdenken hat das Gegenteil an ihm bewirkt – wir sind unwirtschaftlicher geworden als wir es je waren. Das fällt natürlich keinem auf, weil jeder davon ausgeht, mit Geld herumrechnen zu können sei schon alles. Zu allem Überfluss verwechselt er dann noch Resignation mit „Realismus“ – dabei ist er ganz weit weg davon, die Realität überhaupt zu sehen. Zu viel Schein davor… Wären Fakten für uns wirklich entscheidungsrelevant – tja, dann würden wir ihnen entsprechen, tun wir aber gar nicht.

Die Ironie an dem Ganzen ist: Fehler die alle machen, fallen uns nicht als solche auf. Wohl sind sie an den Schadwirkungen erkennbar – aber die halten wir dann ja auch für normal, so dass wir nur an den Symptomen rumdoktorn. Daraus gehen dann wieder neue hervor – und es entstehen daran (evolutionär) neue Märkte. Wenn wir die Ursachen an den Eiern hätten, gäbe es sehr viele Berufe und „Produkte“ nicht mehr – dafür eine Menge neuer, spannender und erfüllender Aufgaben – für jeden. Doch dahin können wir nicht finden, so lange wir alles beim Alten lassen.