Sich selbst im Anderen erkennen

Das Konzept hinter der Entwicklung des Universums und des Lebens selbst ist bereits Kognition (alles Wissen geht von ihr aus). Dass Menschen die so tief blicken konnten darin etwas Göttliches zu erkennen glaubten war keineswegs ein Irrtum, sondern ein Wiedererkennen der eigenen Funktionalität im Spiegel des Großen Ganzen. Wir hängen da voll mit drin in dem Teilchengewusel – das bedeutet, wir sind nicht einfach nur unser eigenes, individuelles Bewusstsein, sondern faktisch ein (winziger) Teil des Universums der sich seiner selbst grade mal ein ganz klein bisschen bewusst geworden ist. Ich bin überzeugt, dass das Maß der Intelligenz mit der Fähigkeit sich selbst im Anderen zu erkennen, was nur über Andere gehen kann, steigt, und die Menge einbezogener Daten / Werte exponentiell vergrößert, und somit ein Vielfaches an Intelligenz in die Umsetzung fließen kann, die sich dann auch im nachhaltigen Ergebnis zeigt. Zentralisierung ist genau die falsche Richtung – sie verdummt das System und wird immer weniger Menschen gerecht (klar, spitzt sich fortlaufend nach oben hin zu).

In diesen Spiegel kann keiner für den anderen schauen, ihn nur anbieten. Lange Zeit hatten Menschen dafür nichts anderes als die sinnbildliche Beschreibung. Nur weil diese Fakten nicht standhalten können bedeutet es nicht, dass der Hintergrund – das was derjenige sah und (eben so wie er konnte, vergleichend) beschrieb – nicht der Wahrheit entspricht. Ihm standen nun mal keine Fakten für den wissenschaftlichen Abgleich zur Verfügung.

Gewaltfrei (vegan) zu leben ist für mich nur die Vorwegnahme einer bevorstehenden neuen Selbst-Verständlichkeit des Menschseins die unumkehrbar sein wird (auf der Ebene kann man nicht mehr in alte Verhaltensmuster zurückfallen, das wäre zu schmerzhaft, rechnerisch also gar nicht mehr drin). Die Anerkennung der Tiere als eigenständige Wesen mit eigenen Wünschen und Zielen bedeutet nichts anderes als auch seine eigenen tierischen Ziele vorbehaltfrei anerkennen zu können. Das triebliche Innere ist nicht mehr der Feind, den es zu unterdrücken und zu vernichten („opfern“) gilt, sondern wird zur starken Triebfeder die zu einer nachhaltigen Lebensweise mit ungleich mehr Erfüllungspotential (Erfüllung statt Füllen) verleitet, als starker Bündnispartner. Unser Gehirn verfügt über die geeignete Intelligenz dazu, indem es nachhaltiges Handeln und das Füreinander intensiver und anhaltender belohnt – wohingegen sich Egozentrik mit Kicks begnügen muss, die von Mal zu Mal heftiger sein müssen, damit noch ein Belohnungsschuss abgeht. – Das ist nicht nur dröge, sondern vor allem voll mechanistisch. Es verhält sich so keineswegs weil wir „eben so“ sind (die unbedarfteste Ausrede von allen), sondern weil wir uns dahin gedacht haben.

Ich hatte ja keine Ahnung, wie fasziniert ich von was sein kann bis ich dieses Wissensgebiet entdeckte, nein, kein Wissensgebiet, Kognition ist der Ursprung allen Wissens. Da hinblicken zu dürfen wo Wissen entsteht ist schon etwas, für das ich mich gerne bei wem bedanken würde, denn ich bin ungeheuer berührt davon, weil ich nie zuvor etwas so Schönes und tief Beeindruckendes gesehen habe. Daher mag ich heute auch mit 99,9%iger Sicherheit zu sagen: wer davor nicht demütig wurde hat die Welt nicht verstanden.

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