Sein Wille, des Menschen letzter Feind

Der Mensch bekommt was er will. Wenn die Nachteile die Vorteile überwiegen, spricht man zwar von einem Fehler, doch ein Betonschädel gesteht etwas Derartiges nicht ein. Das kostet Affenpunkte. Daher ziehen wir ja auch die ganzen Fehler mit, und retten heute
– Banken statt Menschen, betreiben
– Symptombekämpfung statt Ursachenbehebung
– Kompromisse statt Konsens
– Instrumentalisierung statt Kooperation
– Wettkampf statt Entwicklung
– Herausnehmen statt Geben, glauben an
– Marken statt Orientierung
– Wirtschaftswachstum statt geistigem
– Haben statt Sein

Es gibt Leute die behaupten, ohne Fleisch würden wir noch auf Bäumen sitzen. Ich will und muss nicht bestreiten, dass Fleisch in der Entwicklung des Menschen womöglich eine sogar entscheidende Rolle spielte, halte es jedoch für übertrieben davon auszugehen, dass es Voraussetzung für die Entwicklung von „Intelligenz“ (wessen eigentlich, und was soll das überhaupt sein, Intelligenz?) war. Ich sehe zudem nicht, dass diese Intelligenz bereits weit genug entwickelt ist, um sich darauf ausruhen zu können. Sie hat sogar viele Probleme und Bedrohungen verursacht die wir ohne sie nicht hätten. Säßen wir noch auf den Bäumen, hätten dieser Planet und wir wohl die besseren Zukunftschancen.

Um Intelligenz entwickeln zu können waren weit mehr Voraussetzungen erforderlich als nur eine (etwaige) Umstellung der Ernährung. Schließlich betraf diese Entwicklungsstufe nur den Menschen. Andere Tiere fressen auch Fleisch, und das schon weit länger, haben jedoch trotzdem kein so abstraktionsfähiges Gehirn. Wenn es aber nur das zubereitete Fleisch sein konnte das unser Gehirn optimal versorgte, dann war ein gewisses Abstraktionsvermögen (Waffengebrauch, Umgang mit Feuer) bereits gegeben, und zumindest die Grundlage für „Intelligenz“ schon vor dem Fleisch da.

Ich glaube, Einfühlungsfähigkeit, Vertrauen und Liebe waren weit wesentlichere Voraussetzungen, um uns zu kognitiven Weltenwandlern zu entwckeln und unsere Fantasie zu beflügeln.

Es macht einen Unterschied, ob man nur die „hochgeschätze“ menschlich-abstrakte Kognition bewusst anwendet, oder die 95 Prozent tierischer / averbaler ebenfalls gleichgewichtig und bewusst einbeziehen kann. Komplexität zu erfassen wird vor einer umfassenden Kognition zum Kinderspiel.- Und wir alle kamen mit diesem Wahnsinnsgehirn zur Welt. Das weitgehend unverstandene Territorium „Gehirn“ wartet nur darauf, von uns neu erschlossen zu werden. Dieser Weg führt über die Einfühlungsfähigkeit (die sich nicht zwingend nur auf Lebewesen beziehen muss, bei mir funktioniert es auch ziemlich gut in der Programmierung). Je mehr andere(s) wir einbeziehen, umso größer wird das kognitive Land in dem sich unser Denken bewegt.

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