Schadensposten

Leiden das wir verursachen macht Umweltverschmutzung, und Umweltverschmutzung bedeutet sowieso (noch mehr) Leid. – Das ist keine günstige Richtung.

Weh tun soll ja nur, was schadet. Auf welche Weise ist dabei nicht wesentlich, weil wir günstigerweise jede Situation auflösen, auf die wir derart hingewiesen werden. Dafür sind wir mit der mächtigen Fähigkeit ausgestattet, unser Fühlen im Anderen zu erkennen.

Dass Dummheit nicht weh tut, halte ich jedenfalls für falsch, nur liegen die Konsequenzen einer Dummheit immer in der Zukunft, mal näher, mal (vermeintlich) noch weit weg. Objektiv gesehen spielt es keine Rolle wer leidet. Er ist ein Posten an dem Schaden entsteht und der sich in dieser Unsituation in Berührung mit seiner Umgebung befindet. Wir erzeugten Milliarden solcher Posten. Die sollen uns nicht schaden? – Daran kann doch keiner wirklich glauben?

Uns ist doch längst ein Schaden entstanden. Nicht mehr (an) zu erkennen, dass wir anderen Schlimmes antun. Dass unser Gehirn dann eine haarscharfe Grenze zieht zwischen der Einfühlungsfähigkeit (die man auch als kreativer Mensch gut gebrauchen kann) gegenüber Mensch oder Tier, das schließe ich nahezu aus, zumal sich die relevanten Wechselwirkungen zwischen Menschen nach wie vor auf unbewusster Ebene abspielen. – Das Mitgefühl das wir den Tieren vorenthalten, fehlt uns auch für andere Menschen. Und so fallen immer mehr durchs gesamtkognitive Netz, das ohne Mitgefühl riesengroße Löcher bekommen hat.