Social Networking

Das Internet wird die Welt nicht verändern, es hat längst damit angefangen. Web 2.0 steht für ein neues Verständnis des Internet. Es setzt sich durch, was von Menschen gerne angenommen wird. Um zu bestehen müssen Anbieter also auf Qualität, Benutzerfreundlichkeit und Aktualität achten. Information kennt keine Grenzen mehr. Wer lern- und entwicklungswillig ist, kann von Netzwerken mittel- und langfristig nur profitieren.

Im Wesentlichen fallen mir zum Networking folgende Vorteile ein:

1. Kollektive Intelligenz wird wirksam
2. Humane Selektionskriterien: Authentitizität, Ehrlichkeit, faires Verhalten, angenehme Umgangsformen
3. Förderung der persönlichen Entwicklung – man lernt dabei wirklich eine ganze Menge 🙂
4. Erlangen wichtiger Informationen über aktuelle Entwicklungen, gemeinschaftliche Analyse von Fehlentwicklungen bis hin zur Lösungsfindung – zunehmend konstruktiv (Engagement, Bewegungen, Initiativen, Kampagnen, Petitionen…)
5. Innovatives Denken wird gefördert
6. Jeder kann seine persönlichen Anliegen kommunizieren und Mitstreiter finden, wenn sein Konzept gut ist
7. Verbesserte Chancen für Umwelttechnologien, weil Notwendigkeiten nunmehr schnell und von mehr Menschen erkannt werden
8. Integration
9. Öffentlich einsehbare Aufarbeitung von Konflikten
10. Der Beginn einer neuen, zukunftsfähigen Soziologie?

Interview mit Hirnforscher Eric R. Kandel, 3Sat, 22.11.06

Unter anderem wurde die Vision angeschnitten, dass die Medizin der Zukunft beispielsweise Pillen gegen Traumata von kriegsheimkehrenden Soldaten entwickeln könnte.

Wird damit nicht das Abbild des Krieges im Gehirn verharmlost?

Nicht, dass ich es jemandem wünsche, sein Leben lang unter einem Trauma zu leiden. Die Gefahr ist allerdings auch hier wieder groß, dass wenn Symptome heilbar sind, die Ursachenbehebung in den Hintergrund tritt. Das wirksamste Mittel gegen Kriegstraumata ist Frieden.

Unser Gehirn ist eine komplexe Landkarte von Umgebungseindrücken, das diese in Form einer virtuellen Welt miteinander in Zusammenhang bringt und vernetzt. Alle Informationen darin sind mit Bewertungsdaten versehen, den Gefühlen, die wir dazu haben. Diese Gefühle spielen eine Rolle darin, wie wir zukünftige Anforderungen und Lösungen bewerten.

Hinterlässt ein Krieg seine Spuren im Gehirn, spiegelt die betroffene Person das in der Umgebung wider. Natürlich ist das weder für sie besonders angenehm, noch für die Menschen um sie herum. Das führt jedoch dazu, dass nicht nur die Person selbst erfährt, dass Kriege führen keine erfreuliche Sache ist, alle in seiner Umgebung bekommen das ebenfalls mit. Und wünschen sich dann keinen Krieg mehr.

Freiheit oder was wir dafür halten

Das höchste Gut, für das auch schon Menschen bereitwillig in den Tod gingen und das mit Grund an der Spitze des gesellschaftlichen Strebens der Mächtigen steht, wird missverstanden und vor allem die Frage falsch eingeschätzt, in welchem Maß Freiheit real gegeben ist.

Wert auf Freiheit zu legen ohne zu wissen, um was es sich dabei genau handelt, kann zwar Zielrichtung sein aber kein erkennbares Ziel. Also stelle ich mal in den Raum, was Freiheit überhaupt ist.

Liberal zu sein heißt, auf Freiheit großen Wert zu legen, sei es die eigene oder die der anderen. Tun zu können, wonach es einem beliebt, lässt das Missbehagen nicht aufkommen, beschränkt zu sein. Der Wunsch nach Freiheit ist ein Trieb, einer von vielen, dafür aber ein sehr grundlegender. Schränkt die Umgebung den Wirkungsbereich des Wesens ein, endet dessen Freiheit genau an dieser Stelle.

Dass der Duden an so grundlegenden Begriffen weitgehend scheitert und sich im Wesentlichen damit behilft ihn am Gegenteil oder Verwendungsbeispielen in Aussagen zu erklären steht repräsentativ für die allgemein vorliegende Dissonanz zwischen der Klarheit der Empfindung und der unklaren Feststellung. Wir fühlen, wenn wir frei sind, können aber nicht genau sagen, was das bedeutet und worauf sich dieses Gefühl bezieht.

Es ist Ausdruck evolutionärer Gegebenheiten. Es entstand im fühlenden Säugetier wie alle anderen Gefühle zur Bewertung eines ihm vorliegenden Sachstands. Freiheit wurde aber bereits in Anspruch genommen, als das Wesen noch nicht fühlte. Da bestand sie im Raum, in den (hinein) sich das Wesen entwickeln und darauf wirken konnte. Entfaltungsspielraum.

Der Raum, den das Wesen bereits körperlich einnimmt, gehört nicht zum Freiraum. Die Abtrennung eines Gliedes würde nur dann als Befreiung erlebt, wenn der Verzicht darauf beschlossen ist, das Körperteil nicht mehr als zugehörig anerkannt ist. In der Moderne lösen wir uns so ganz leicht von der Milz oder der Gallenblase, schenken uns und ihr die gegenseitige Freiheit, womit der Restmensch mehr anfangen kann als die Milz. Hat sich ein Körperteil in einer Umgebungsstruktur arretiert und ist die Stellung nicht zu lösen, ändert sich nicht etwa der Freiraum sondern der Wirkungsbereich, den der Gefangene bestreichen kann. Freiheit wird entzogen, indem die Fortbewegungsfähigkeit eingeschränkt wird. Und hier gelangen wir auch an den Kern der Bedeutung von Freiheit.

Bereits ein Krabbelkäfer fällt in Aktionismus, wenn ihm das passiert weil in ihm solches Verhalten als nützlich verankert ist. Er riskiert dann leicht mal ein Bein um sich wieder dorthin begeben zu können, wohin es ihn treibt und von dort weg, wo er bedroht ist. Es handelt sich um die beiden wesentlichen Lebensaspekte, die mit der Mobilität in die Entwicklung eingebracht wurden.

Bevor sich die Zellen bewegen konnten bedurften sie nur des Freiraums in den sie hineinwuchsen. Erst die Beweglichkeit konnte den zur Verfügung stehenden Raum nutzen also nach ihm streben. Es ist festzustellen, dass dieses Merkmal nicht unbedingt als die erfolgreichste Variante einzuschätzen ist. Der Bewegungsapparat ist entgegen pflanzlicher Funktionalität unökonomisch. Das schlägt sich evolutionär in Artenvielfalt und Anteil am Vorkommen nieder. Tierisches Leben ist gemessen daran weniger erfolgreich.

Aber so sind wir nun mal, das können wir uns nicht mehr aussuchen. Und misst man in Potential, hat ein Kaktus einer Atomrakete wenig entgegen zu setzen. Die Freiheit, ihm damit zuzusetzen hat sich die Krone der Schöpfung schon mehrmals nehmen zu dürfen geglaubt.

Die vom Säugetier erkannte Freiheit bezieht sich in erster Linie auf den dreidimensionalen Raum. Die Fähigkeit, beispielsweise in die Zukunft zu manövrieren oder einen virtuellen Raum zu betreten, ist erst dem Menschen gegeben. Das Tierische aus dem er besteht, berücksichtigt die Zeit und das was sein könnte nur in soweit, als die erblich übertragenen Eigenschaften auch auf Dauer und im Wandel der Gegebenheiten tauglich sein mussten und sich diesem Erfordernis angepasst entwickelten. Selbst wenn multidimensionaler Zugriff auf weitere Ebenen möglich ist, fangen wir alle erstaunlich wenig damit an.

Das fühlende Tier bewertet nur, was sich ihm aktuell vorstellt. Freiheit an sich nimmt es so nicht wahr sondern allenfalls, was es in diesem Rahmen für sein Wohlbefinden *tun* kann. Das ist (in der Basis) nur zu einem Teil vom Raum abhängig in dem das geschieht und nutzlos, wenn nicht das Potential vorliegt, ihn auszufüllen. Damit ist erklärt, warum dem Potenten am Freiraum mehr liegt als dem, der darin nichts tun kann.

Spürbar wird Freiheit, wenn sie hinzukam, Beschränkung wegfiel. Befreiung ist das angestrebte Gefühlserlebnis, das uns so gelungene Trieberfüllung signalisiert. Davor war nicht notwendigerweise der Raum beschränkt. Der Zugewinn einer Fähigkeit also die Steigerung des Potentials kann für die Wahrnehmung der Freiheit ursächlich sein. Dann ist aber Machtgewinn zu verzeichnen, der Freiraum war schon vorher da. Darüber hinaus kann die Beschränkung auch in der Wahrnehmung selbst gelegen haben. Freiraum der unerkannt ist, bleibt unbemerkt. Ihn zu entdecken eröffnet ein Feld, das für uns frei ist, weil eben noch unbetreten.

Sobald man Potential und Freiraum differenziert, tritt auch deutlicher hervor, worauf sich der Schrei nach Freiheit wirklich bezieht und wie sich die beiden Aspekte auswirken. Uraltes Machtstreben liegt zugrunde, der Wunsch den Einfluss auf die Umgebung zu steigern um relevant zu sein, mehr Bedeutung zu haben. Das ganze Universum steht uns offen und doch nicht die Fähigkeit, uns zum Mars zu begeben. Die Freiheit haben wir und den Wunsch wohl auch. Also streben wir nach dem Erlangen des Potentials. Die ersten (erfolgreichen) Mars-Expediteure werden eine neue Marke menschlicher Macht aufzeigen, mit der wir uns alle besser fühlen, weil wir es dann offen-sichtlich sind. So ähnlich war es schon mal.

Als Lebewesen, die nur situativ und im Vergleich (also immer relativ) bewerten, fällt es uns kaum auf, dass wir sowohl den Freiraum als auch das Potential auf Pump wahrnehmen bzw. ausüben. Die Freiheit, unsere Umgebungsbedingungen so stark zu beeinträchtigen, dass der menschliche Fortbestand auf absehbare Zeit in Frage steht, haben wir eigentlich gar nicht. Damit handeln wir gegen die oberste Direktive, genau das Gegenteil zu tun, nämlich ihn zu gewährleisten.

Für den Einzelnen kann die Steigerung der Macht gewinnbringend sein und denkt man in größeren Dimensionen ist das auch der richtige Weg, Erfordernissen zu begegnen, die wir jetzt noch nicht mal erkennen können und die viel von uns verlangen werden. Dabei den Planeten abzusägen, auf dem man sitzt, ist sicher unvernünftig. Unterstellt, dass die Verursacher vernunftbegabt sind, darf man Kalkül vermuten.

Für die Macht (Potential*Wirkungsraum) die sie einfordern, versprechen genau diejenigen die am meisten davon haben im Gegenzug Wohlstand, das ist Wohl*(Be)stand. Der gegebene Wohlstand wird ermittelt, indem man das Wohl (die Summe dessen, was erlangt wurde) durch die Anzahl der Menschen dividiert. Dabei stellen wir eine stabile Steigerung fest.

Bisher war diese Milchmädchenrechnung leicht aufzupolieren, indem man nur den Humanbestand eines erfolgreichen Wirtschaftsraums heranzog. Die Globalisierung macht einen Strich durch. Zum einen ist der Gesamtbestand heute besser wahrnehmbar und zu beziffern und zum anderen begeben sich die Menschen aus ärmeren Gebieten dorthin, wo die Verteilung des Wohls gemessen wird, weil stattfindet.

In der Folge kippt das Bild. Dass der Wohlstand steigt während es den Menschen überzählig ökonomisch, ökologisch, sozial und psychisch/seelisch schlechter geht, ist eine problematische Gesellschaftssituation, die zwar jeder langsam anerkennt aber mit unterschiedlichen Methoden behandelt.

Der kleine Mann, seine Frau und sein Kind verzichten zunehmend auf Freiheiten, die sie sich nicht mehr leisten können. Davon sind die Kirchen und Glaubensgruppen betroffen, denn es wurde nicht alles gut, wie es versprochen war. Sie ließen ihre Schäfchen im Trockenen sitzen und erkennen erst jetzt, dass die aus Fleisch und Blut bestehen.

Die Wirtschaft wünscht sich wie immer mehr Freiheit im Markt, das habe schon seit jeher zu geringerer Arbeitslosigkeit, höherem Wohlstand und fairerem Wettbewerb geführt. Auf welchem Planeten bitte?

Das kann nur dann so sein, wenn es neue Berechnungsmethoden gibt, die es der Politik wieder erlauben, Erfolg darzustellen, sonst will sie keiner mehr. Womit wir wieder beim kleinen Mann sind, der bald auch nur noch tut, was die anderen vormachen: Masturbieren, nutzlose Trieberfüllung bei geringstmöglichem Einsatz und ohne Rücksicht auf Kollateralschäden.

Zur Unterstützung erhält er günstig Essen (nicht etwa Lebensmittel), Home Entertainment und mobile Kommunikation. Bildung ist so gefährlich wie Bewusstseinserweiterung, dagegen hilft Alkohol. Den Beschnitt seiner Freiheit merkt er nicht so stark, wenn man ihm keinen Anlass gibt, sich aus dem Fernsehsessel zu erheben. Für den Weg zum Arbeitsplatz, der klar gesehen eh’ keine Zukunft hat, gibt es die Viehtransporte der DB. Die Autobahnen sind dann wieder frei für Boliden, die sie auch ausfahren können.

In dem Zusammenhang wird man sich vielleicht noch an die Diskussion um die Luftreinhaltungsabgabe erinnern, die verbrauchsstarke Fahrzeugtypen *benachteiligt*. Man müsse schließlich an die Arbeitsplätze denken, die davon betroffen wären, wenn es plötzlich weniger dicke Autos geben soll. Es wurde vergessen anzumerken, dass es dann mehr dünne gibt, was unter den Rohstoffbedingungen auch nur noch eine Frage der Zeit ist. Die wird viel schneller kommen als man glaubt, da sich Transportkosten auf alle materiellen Güter auswirken. Jedes Weniger davon wird kumulativ immer bedeutender. Damit können wir gar nicht zu früh oder zu massiv beginnen.

Kosten sind nur eine Ausdrucksform von Aufwand. Der steigt mit der Knappheit und der Bedarfsmenge. Der freie Markt bevorteilt die Kriegsgewinnler, die sich den Umstand zunutze machen, bevor er überhaupt Realität wird. Sie greifen den Fakten vor. Leid tragen die, die nicht an der Quelle sitzen oder/und die Hand drauf haben. Darum befinden wir uns wieder oder immer noch mitten in einem Territorialkampf über den wir nach aller Erfahrung sagen können, dass er in einem Gemetzel mündet. Auf welcher Ebene wir das abfeiern (entwickelter bis hin zu ursprünglicher), hängt davon ab, wie viel Freiraum wir zerstören müssen und wie viel Potential dabei verschwenden, bis wir erkennen, dass beides dabei verloren geht. Ein armer Mensch kauft wenig Produkte, ein toter gar keine.

Je weiter man nach rechts geht, ins Schwarze also, umso eindeutiger wird dem einzelnen Menschen ein Lebensrecht zugemessen. Das geschieht durch die Leute, die es sich erlauben können. Wer von jemandem abhängig ist, wird es ihm nicht streitig machen. Unabhängigkeit ist also die notwendige Ausgangslage, auf jemanden verzichten zu können.

Wollen wir in unserer Gesellschaft hochpotenten Leuten auf ihre Forderung hin noch mehr Unabhängigkeit zugestehen, als sie uns ohnehin schon abverlangen? Und zwar nur auf das Versprechen hin, dass der Wohlstand dabei ansteigt, sei es auch nur der der Wenigen, die sie nicht für verzichtbar halten? Verfügen sie über so viel Scharfblick und Weitsicht, darüber treffend befinden zu können? Seit wann und woher?

Es handelt sich um dieselben, denen wir zu verdanken haben, dass atmen jetzt Geld kostet. Wer davon genug hat, kann frei durchatmen. Was machen wir mit denen, die es sich nicht auf Dauer leisten können? Luft ist jetzt ein Produkt, es wird in der Qualität wieder ansteigen aber auch im Preis. Bis der sich im Wettbewerb einpendelt, dann ist der Markt uninteressant und das Produkt wird degeneriert, es muss ja Spaß machen, sonst macht man es nicht, oder?

Unabhängigkeit, Ungebundenheit und Unbeschränktheit wünschen sich Terroristen und Amokläufer auch, respektive machen sie ‘was draus. Das Potential den Menschen massiv zu schaden spielen sie wie die anderen aus. Die Freiheit nehmen sie sich von denen, die abhängig sind, gebunden und beschränkt. Das ist genau dort sehr schön zu beobachten, wo darüber befunden wird, ob jemand seine Freiheit zu Ungunsten der anderer ausdehnte, vor dem Gesetz.

Freiheit wird nur im Unterschied zur Unfreiheit erlebt. Damit ist programmiert, dass die Grenze ausgelotet sein will. Wer wenig zu befürchten hat, übertreibt damit leichter. Der Spielraum, den er sich so erstritt gebührt ihm vielleicht gar nicht. Tja, verklag’ ihn doch.

Sprich mit Deinem Anwalt und Du bist desillusioniert. Geh’ zur Bank, die husten Dir was. Dann kommen die Anwaltsschreiben von der Gegenpartei, Du bist terrorisiert. Auf hoher See und vor Gericht an Land befindest Du Dich in Gottes Hand. Gott ist aber tot.

Da dies niemand auf sich nimmt, der beschränkt, gebunden und abhängig ist, verfügt in diesem unserem freien Markt der Potentere schon über erheblich mehr Freiheit, als geschrieben steht. Damit ist er aber nicht zufrieden, wird es nie sein. Also macht es auch keinen Unterschied, ob man ihm neue Freiheiten zugesteht, morgen steht er wieder da. Es nicht zu tun oder gar das Gegenteil ist hingegen Schadensbegrenzung.

Einsatzbandbreite und Marktrelevanz

Intelligente Systeme werden heute bereits in der Steuerungstechnik, der Mustererkennung, der Informationsverarbeitung und bei Computerspielen eingesetzt. Sie basieren auf Neuronalen Netzen und der so genannten „Fuzzy Logik“. Während im ersten Ansatz versucht wird, die elektronische Funktion des Gehirns nachzubilden, stellt die Fuzzy-Logik bereits Daten in einen eng definierten Zusammenhang. Der ist aber jeweils festgelegt, die Intelligenz steckt nicht in den Daten, sondern in den Vorgaben.

Im Unterschied zum Neuronalen Netz wird mit einem IDRS-System nicht die technische Basis simuliert, sondern die Verarbeitung der Informationen im Gehirn nachvollzogen. Dadurch ist es womöglich nicht zu allen Funktionalitäten des menschlichen Gehirns fähig, die Informationsverarbeitung geschieht aber unter entschieden geringerem Rechenaufwand und unterliegt nicht der bestehenden Einschränkung, dass noch nicht jeder Steuerungseffekt auf dieser technischen Basis erforscht ist.

Die IDRS-Logik unterscheidet sich grundlegend von der Fuzzy-Logik, indem sie alle Informationen miteinander in jeden Zusammenhang bringt, der nur auf die Informationen eingeschränkt ist, die überhaupt in das System gelangen können. Das ist zwar definiert, kann aber jederzeit manuell oder durch das System selbst ausgebaut werden. Stehen die Informationen in einem Zusammenhang, wird er im IDRS-System auch hergestellt.

Die IDRS-Technologie ist potentiell in allen vier Bereichen einsetzbar. Für den Einsatz in der Steuerungstechnik ist allerdings die Tatsache hinderlich, dass sich der Informationsstand fortlaufend ergänzt und sich Datenabfragen daher nach und nach verlangsamen. Diese Eigenheit lässt sich durch den Vorgang künstlichen Vergessens aushebeln, der wenig relevante Bestände eliminiert. Kreativität ist an dieser Stelle ohnedies nicht sehr gefragt.

Die grundlegende Funktionsweise liegt in der Erkennung von Mustern, die nicht vorgegeben, sondern erfahren werden, und dabei auch Änderungen unterworfen sind, wie z.B. Sprach- und Schrifterkennung.

Internet-Suchmaschinen verwenden heute intelligente Systeme, um Datenstände mit angemessener Gewichtung in ihre Suchdaten-Struktur zu überführen. Diese Aufgabe erfüllen sie schlecht und sie sind mit gezielten Störmaßnahmen leicht zu überlisten, weil sie nur eingeschränkt gut differenzieren können (Fuzzy-Logik). Die IDRS-Logik ist in der Lage, Datenbestände unbekannter Struktur in Zusammenhänge zu bringen. Dazu wird von den kleinsten Elementen ausgegangen. Das System ordnet die Bestände ein und kann aus der so entstandenen Logik folgern, welche Themen in erster Linie behandelt werden. Dieselbe Technik ist auch für Spam- und Virenschutz, so wie Übersetzungssysteme wirksam.

In Computerspielen kommen heute Gegenspielfiguren zum Einsatz, die sich – mit Verhaltensmerkmalen ausgestattet – sinn- und wirkungsvoll benehmen. Ihre Vorgehensweise ist aber vom menschlichen Spieler nach einiger Zeit nachvollziehbar, eine Tatsache, die unerwünscht ist. Das KI-System des Gegners kann sich auf den Spieler auch nicht sehr differenziert einstellen. Das IDRS-System wird immer mitlernen. Seine Kreativität wird hingegen dadurch eingeschränkt, dass Computerspiele stark auf Geschwindigkeit optimiert sind, während es selbst mit wachsendem Sachstand immer mehr Zeit benötigt. An dieser Stelle wird die Kreativität im optimalen Zusammenwirken mit Relevanzen bedeutsam, weil damit Aspekte aufeinander Einfluss nehmen, die in einem ähnlichen Sachzusammenhang stehen.

Expertensysteme für einzelne Anforderungen lassen sich auch zu Verbänden benachbarter Sachstände zusammenführen, die in einem einzigen System wirken. Es wird damit intelligenter und kreativer.

In der Grundlage der Datenbasis liegt nicht nur das Potential folgerichtiger Schlüsse und Kreativität. Ein Datenbanksystem, das alle Daten in Beziehung zueinander stellt, ist sehr geeignet für Abfragen auf die Ähnlichkeit von Datenelementen. Während nach dem heutigen Stand wachsende Abfragen nötig wären, um Daten zu ermitteln, die sich in unterschiedlicher Weise ähnlich sind, stellt die IDRS-Datenbank eine solche Funktionalität durch ihre Architektur bereit. Im Unterschied zur bisherigen Vorgehensweise muss dann nicht mehr die Abfrage selbst die Differenzierung enthalten. Das Ergebnis wird wiedergegeben, worin die Unterschiede in den Abfrageergebnissen bestehen.
Je nach Anwendungsfall kann eine IDRS-Technik auch Ressourcen schonender arbeiten, also ein relationales System. Jeder Datenwert kommt im System nämlich nur einmal vor. Die Differenzierungen erfolgen über die Verbindungen, davon gibt es aber dann vielmehr als jetzt.

Das volle Leistungspotential der Technologie ist erst abzuschätzen, wenn sich Verarbeitungsgeschwindigkeit und Speicherplatzbedarf herausgestellt haben.

Marktrelevante Einsatzgebiete

  • Jede Form von Abgleich inhomogener Quelldaten
  • Konsistenthaltung von unkontrolliert veränderlichen Datenbeständen
  • Leit- und Suchsysteme für die Datenauswahl (Suchmaschinen)
  • Rechtschreibprüfungen und Thesauren
  • Mustererkennung
  • Spracherkennungs- und Übersetzungssysteme
  • Datenkompression
  • Industrielle Qualitätssicherung
  • Unterstützungssysteme für Software-Entwicklung
  • Entwicklung optimierter Algorithmen
  • Erkennung von Angriffsschemata in Netzwerken
  • Filtern von Datenübermittlungen auf Relevanz und Datensicherheit
  • Ermittlung wissenschaftlicher Gesetzmäßigkeiten
  • Medizinische Analyse und Diagnose
  • Entwicklung chemischer Stoffe
  • Analyse chaotischer Systeme (Wetter, Börse, Wirtschaft)
  • Entscheidungs-, Optimierungs- und Vorgangsassistenten
  • Verhaltensparameter für Spielgegner in Computerspielen

Warum die Anwendung maschineller Kognition Sinn macht

Die Entwicklungen in den Informationstechnologien haben dazu geführt, dass die Informationsflut mit gestiegenem Datenvolumen Ausmaße angenommen hat, die einerseits mit erhöhtem Aufwand verwaltet werden müssen, und es andererseits immer schlechter gelingt, die gewünschten Informationen aus dem Bestand zu ermitteln.

Es werden daher in der Zukunft Mechanismen zum Einsatz kommen, die das Datenaufkommen so speichern, dass die Informationsinhalte in grundlegender logischer Beziehung miteinander stehen.

Die Datentechnologien der neuesten Generation nähern sich diesen Zielen bereits an. Mit der XML-Verarbeitungsweise ist es gelungen, die Plausibilität von Eingangsdaten an einer übergeordneten Struktur zu manifestieren.

Die KI-Technologien unserer Zeit erlauben dass,

  • Internetsuchmaschinen die Relevanz von Webseiten im Zusammenhang mit Suchanfragen ermitteln
  • Übersetzungssysteme die Verwendung von Begriffen in Kontext festlegen
  • Prozesssteuerungssysteme anhand von Messwerten die optimale Gerätejustierung im laufenden Betrieb vornehmen (Qualitätssicherungssysteme, die Ausschussware aus der Produktion erkennen)
  • Experten- und Entscheidungssysteme im Diagnosesektor der Medizin treffendere Ergebnisse als Menschen liefern

Die Mechanisierung der menschlichen Informationsverarbeitung führt die Menschheit in ein neues Zeitalter. Denn die Verarbeitungsleistung danach entstehender Systeme wird gering geschätzt um den Faktor 20 höher liegen als die eines normalen Menschen.

Gründe

  • Ausschließliche Zielorientierung mit voller Konzentration
  • Zuverlässige Verfügbarkeit der für die Lösungsfindung erforderlichen Daten
  • Instantane Ermittlung von Berechnungsergebnissen
  • Heranziehen ausschließlich relevanter Informationen
  • Potentielle Berücksichtigung jeder relevanten Tatsache
  • Ressourcensparender Betrieb

Damit wird allem voran die technologische Entwicklung in allen Bereichen dynamisiert. Jede Problemstellung, der die Analyse von Erhebungsdaten zu Grunde liegt, wird von solchen Systemen gelöst.

Die Entwicklung zum Menschen

Der Metabolismus, die Hardwarebasis des Menschen wurde auf Grundlage des genetischen Programms entwickelt. Das Gehirn gehört dazu. Allerdings unterscheidet sich das des Menschen an elementaren Merkmalen in dem von Tieren. Wie nah die Verwandtschaft zu animalischer Informationsverarbeitung dennoch ist, führe ich aus.

Das Nervensystem begann seine Entwicklung etwa zu dem Moment, als Mobilität entstand, in früherem Mehrzellerstadium. Die zeitnahe Steuerung der Bewegungsimpulse setzte schnelle Datenkommunikation voraus. Das galt dann auch für die Auswertung der Umgebungsreize. Eingangssignale wurden aufgenommen, durch das immer feiner entwickelte Neuronennetz geleitet, wo sie in Ausgangsimpulsen münden, die die Reaktion verursachen. Das funktioniert wie beim Computer: Eingabe, Verarbeitung, Ausgabe.

Je größer der Organismus wurde, umso länger konnte er auf bestandswichtige Erfüllung verzichten, so dass Eingangsreize nicht wie beim Fisch oder Reptil sofort in die geeignete Reaktion umzuwandeln waren sondern wir zwischen dem, was mehr oder weniger dringend war differenzieren konnten. Instinkte lassen uns nach Mustern suchen und sie erkennen, die einen unterversorgten und damit zunehmend drängenden Trieb befriedigen.

Als Prägung entwickelt wurde, erhielten die Wesen Ausschüttungen immer dann, wenn das gut gelang oder misslang: Belohnung und Strafe, Wohlbefinden, Schmerz und vor dem Angst. So konnte gespeichert werden, welches Verhalten geeignet ist, Triebe zu erfüllen ohne dass die Prägung in genetischen Stellungen hätte vererbt werden müssen. Je mehr Triebe hinzukamen und je größer der Organismus wurde umso mehr mussten so koordiniert, umso mehr konnte(n) aber auch kompensiert oder zurückgestellt werden. Der Trieberfüllungsstand (Status) wurde in Form des Befindens am und im Körper gespeichert und so auch kommuniziert (Haltung). Emotionen waren entwickelt. Ab dann war dem Wesen im Rahmen eines Mischeindrucks stets gegenwärtig, wie es ihm geht und wonach es ihm verlangt. Dieses Bewertungssystem blieb uns bis heute erhalten.

Neben der reinen Neuronenfunktion, die eingehende Impulse differenziert und zu den Reaktionsstellen leitet, ist die Bewertung der Umgebungsbedingungen und des individuellen Status‘ bei den fühlenden Lebewesen architektonisch gleich. Auch die meisten Triebe sind identisch, später werden wir welche hinzu entwickeln, es gibt auch rein menschliche, die zwar bei keinem Tier zu finden sind, aber letztlich aus den grundlegenden Aspekten rekrutiert wurden, die für die Wesen in den unterschiedlichen Evolutionsstufen relevant waren. Beispielhaft sei der Trieb nach dem Erlangen von Geld genannt, das aber für all‘ das steht, was man sich damit erfüllen kann.

Niedere und höhere Säugetiere pflegen die über den Tag erhaltenen Daten beim Schlaf in die Neuronenstellungen des Gehirns ein, Träume. Das Kurzzeitgedächtnis speichert sie so lange. Dieses Instrument hat der Mensch für sich (r)evolutioniert. Wie spät, zeigt sich in der Entwicklung von Kleinkindern. Im Alter von zwei bis drei Jahren wird ihnen der Hippocampus aufgeschaltet. Er verbindet das Kurzzeitgedächtnis mit dem Rest des Hirns direkt. Ab jetzt sind die Ergebnisdaten (Werte/Bewertung) aus dem Neuronennetz wieder als Eingangsdaten für den nächsten Durchlauf verwendbar. Das Denken ist entwickelt, es verlangt den damit einher gehenden erhöhten Zeitaufwand bei der Verarbeitung. Das Wesen orientiert sich nicht mehr vollständig am Status und der Umgebung sondern ist in der Lage, Vorstellungen zu entwickeln, später Visionen, Phantasie, Abstraktion. Das funktioniert umso besser, je höher die Kapazität ist. Die haben wir vom Affenstadium weg mit dem Genuss von eiweißreicher Kost (Fleisch) gesteigert. Als wir es garten, war es hierfür noch besser verwertbar, um den Faktor 5, wenn ich mich richtig erinnere.

Die menschliche Hardware ist damit mehr oder weniger komplett. Die daraufhin folgende Entwicklung konnte in der kurzen Zeit (paar 100.000 Jahre) keine großartigen genetischen Änderungen mehr hervorbringen zumal die Selektion zunehmend stärker von den Umgebungsbedingungen abhing als vom Wesen selbst. Tragezeitbedingt übernahmen die Männchen Schutz und Versorgung der Weibchen. In der Moderne kann und darf sich jeder fortpflanzen, selbst wenn er infertil ist. Die Genqualität stabilisiert sich, nicht unbedingt zum Besten, daran arbeiten wir aber auch. Sie wird damit zur Software, der ich mich jetzt zuwende.

Damit ist jede Funktionalität gemeint, die nicht baulich sondern an der Erfahrung flexibel gebildet wird. Säugetiere begannen ihre Nachkommen zu schulen, damit diese über denselben Informationsstand verfügen, den bereits ihre Eltern erfolgreich anwandten. So lernten sie auch etwas über Beziehungen, der Sozialtrieb wird daraus entstehen. Spiegelneuronen ermöglichen die Reflexion des Gegenübers als Wesen wie man selbst eines ist.

Grundsätzliche Lebensfunktionen wie Bewegung, Nahrungsaufnahme und Kommunikation lehren wir immer noch so, wie es auch Hunde tun: Vormachen, motivieren, bestätigen/strafen. Das ist der Sockel, auf dem die Kultur aufsetzt und hierin unterscheidet sich die evolutionäre Stellung zwischen den menschlichen Gesellschaften in den so genannten Kulturkreisen. Was für den gemeinsamen Bestand förderlich ist und was nicht, wurde an historischen Begebenheiten erkannt und assimiliert. Wo wichtige Erfahrungen (noch) nicht gemacht wurden oder nicht breit und eindringlich genug zu kommunizieren waren, liegt ein evolutionärer Rückstand vor. Er betrifft ein Wesen, das sich aus vielen zusammensetzt, so wie der Körper selbst.

Das Erlangen der Erfahrungen ist manchmal bis zur Unerträglichkeit schmerzhaft. Je größer die eingesetzten Potentiale sind, umso massiver wirken sie sich aus, sei es im förderlichen oder abträglichen Sinn. Wo beispielsweise die Effekte zwischenmenschlicher und/oder organisierter Grausamkeit nicht erlebt oder nicht kommuniziert wurden, ist sie so lange und so oft und so stark zu leben, bis deutlich herausgestellt ist, dass die Resultate in Summe nicht erstrebenswert sind. Bei uns lernen das bereits die Kinder, wohl nicht so stark und eindringlich als würden sie es in dem Ausmaß erlebt haben, dafür sind sie bei der Aufnahme sensibler, fühlen also bewerten stärker, prägen im Neuronennetzwerk tiefer. Das klappt schon beim Cowboy-und-Indianer-Spiel, eine Reflexion der gesellschaftlichen Form des Stammeswesens, einer Fortentwicklung der steinzeitlichen Gruppe.

Die Intelligenz liegt in den Daten

IDRS (intelligentes Datenrelationssystem) ist eine Datengrundlage, um die Welt in einer Form abzubilden wie ein menschliches Gehirn. Da jedes menschliche Verständnis der Realität auf dieses Prinzip beschränkt ist, kann das System jeden von Menschen vorstellbaren Sachzusammenhang abbilden.

Die Digitalisierung der Welt findet günstigerweise mit einem solchen Datensystem statt, weil jede maschinelle und menschliche Datenverarbeitung daran möglich ist.

Zur Basis der String-Theorie ist die unterschiedliche Art der Wirkungen auf eine einzige Urkraft zurückzuführen, mit der der Aspekt wirkt und andere auf ihn. Das Schema entspricht dem IDRS in seiner grundsätzlichen Arbeitsweise, weshalb das Modell darin nur über Nutzdaten angelegt wird. Ansonsten würde man die Modellebene doppelt manifestieren, in den Daten und in der Funktionsweise des IDRS. Können Sie Ihr Weltmodell also in Daten fassen (Begriffe und Werte), können Sie es im IDRS auch formulieren.

Kenntnis ist die Basis für Erkenntnis

Kurzinterview (zu IDRS-Technologie)

Was macht Sie dermaßen sicher, dass Sie in der richtigen Richtung arbeiten?
Wir stützen uns intensiv auf die Funktionsweise der Hardwarebasis, aus der Intelligenz bislang hervor geht. Daraus haben wir ein Datensystem rekrutiert, dessen Informationen nur aus einem Geflecht von Zuordnungen bestehen. Bringen wir einen beliebigen Sachstand in diese Struktur, offenbart sich die darin verborgene Logik geradezu visuell, wir können es sehen. Grundlegender Unterschied zu den bisherigen Technologien ist, dass wir nicht einfach darauf hoffen, die verfügbaren Daten würden die Regeln schon irgendwie hergeben, wenn man sie nur gut genug analysiert. Wir gehen vielmehr davon aus, dass Kenntnis die Basis für Erkenntnis ist und dass weder von einem Menschen noch von einer Maschine intelligente Datenverarbeitung zu erwarten ist, wenn die zu Grunde liegenden Informationen dafür nicht ausreichen.

Wir wissen immer noch nicht wirklich, was Intelligenz eigentlich ist
Wir haben im Zuge unserer Ermittlungen ein sehr klares Verständnis davon gewonnen. Intelligenz ist ein Pegel für die Qualität der Datenverarbeitung, welche sich aus den Faktoren Geschwindigkeit, Kapazität, Genauigkeit und Flexibilität zusammensetzt. Der Umstand, dass die Wissenschaft sich schwer tut, Intelligenz zu definieren liegt darin begründet, dass Intelligenz Anwendungssache ist. Ob und wie weit Intelligenz zum Einsatz kam, lässt sich nämlich nicht feststellen.

Aussicht auf Forschungsgelder?
Bestehen kaum, da wir ein ziemlich kleines Privatunternehmen ohne akademischen Bezug sind. Aus der Grundlagentechnologie, die wir entwickeln, geht nicht unmittelbar ein Produkt hervor, dessen Marktrelevanz für jeden erkennbar ist und für das man in der Wirtschaft oder seitens des Staates bereit ist zu investieren.

Und was verstehen Sie unter starker künstlicher Intelligenz?
In erster Linie ist Intelligenz kein plötzliches Auftreten, sondern eine mehrstufige Entwicklung. Das menschliche und das tierische Gehirn verfügen beide über eine logische Struktur, in der die aus der Umgebung erfahrenen Aspekte in die Form eines Weltbilds gebracht werden, dessen Kern die eigene Präsenz ist und der in Beziehung zu allen Aspekten dieser virtualisierten Umgebung steht. Eindrücke werden als Muster erkannt und auf die Erfüllung eines Triebes/Instinkts hin vervollständigt. Das passiert zum Einen auf Basis der Datenverbindungen im Sinne von „es geht daraus hervor“ und zum Anderen durch eine so veranlasste Handlung (Eingabe/Verarbeitung/Ausgabe).

Während ein Tier den Impulsen folgt, die aus der Reiz-/Reaktionskette hervor gehen, haben wir den Aspekten des Sachstands mit dem Mittel der Sprache Begriffe und Gattungsbegriffe zugeordnet und legen die sensorisch empfangenen Eindrücke überwiegend in Formulierungen und Modellen ab. Damit haben wir nicht nur einen hohen Kompressionseffekt erzielt, der die Sachzusammenhänge auf die relevanten Zusammenhänge reduziert. Weil jeder Aspekt seinen Gattungsbegriffen zugeordnet ist, applizieren wir eine Erfahrung nicht mehr nur auf den spezifischen Eindruck, sondern verallgemeinern sie auf Regeln, die im Rahmen der Gattungsbegriffe gelten. Diese und jede weitere Stufe der Intelligenz ist also eine direkte Folge des Hervorbringens von Sprache.

Was unseren heute entwickelten Verstand ausmacht, ist zunächst die Fähigkeit, mit uns selbst in Kommunikation zu gehen, das ist der Vorgang des Durchdenkens. Auf diese Weise gewinnen wir Erkenntnisse ohne dass dazu eine korrespondierende Situation vorliegt. Der nächste Schritt war die Entwicklung von Analyse-Modellen, mit denen wir Sachverhalte untersuchen. In der Lage alle Erfahrungen auf das „Begreifen“ (wie „Begriff“) zu virtualisieren, gelang uns das auch mit dem eigenen Denkprozess.

Wir wählen heute aus einer Vielzahl unterschiedlicher Ansätze, um den Daten gezielt Informationen zu entlesen. Grundsätzliche Vorgehensweise im Denken ist nach wie vor die Erkennung eines Eingangsmusters und seine Vervollständigung auf einen Zieleindruck hin. Bei der Analyse von Eindrücken (Situationen, Vorstellungen, Visionen, Schilderungen) sind unsere Gefühle der Schlüssel, der uns für jeden dieser Eindrücke einen sehr differenzierten Bewertungseindruck übergibt, der selbst wieder Hinweis auf korrespondierende Erfahrungen ist, die im Gehirn abgelegt sind. Der Schlüssel zu echter maschineller Intelligenz liegt in der Form, wie die Daten angelegt sind, nämlich ausschließlich in Form von Zuordnungen, worin jeder Aspekt nur ein einziges Mal vertreten ist und allen Aspekten im Datenstand zugeordnet ist, die ihn definieren repektive spezifizieren.

Vielleicht hapert es bei mir im Moment auch nur an der Begriffsdefinition.
Die Mechanismen, mit denen wir den Daten heute Erkenntnisse entlocken, wurden uns als intelligent verkauft und sind es auch in Abstufungen, soweit man das tierische Gehirn auch als intelligent einschätzt, was ok ist. Es ist in diesem Methoden aber kein eigendynamisches Entwicklungspotential enthalten. Das klappt erst, wenn die Methode zur intelligenten Analyse von Daten wiederum von einem intelligenten System ermittelt und angewendet wird, so wie beim Menschen. Letztlich könnten wir einen Hund auf die Steuerung von Prozessen trainieren. Er wird aber nicht in der Lage sein, den Vorgang zu abstrahieren, wenn etwas Unerwartetes geschieht.