Mit neuer Zuversicht

Mitgefühl darf nicht deswegen vor jemandem Halt machen, weil der nicht in Worten ausdrücken kann, dass er nicht getötet werden will. Wem der Wille der Tiere gleichgültig ist, der nimmt es mit dem anderer Menschen auch nicht so genau, immerhin lässt ihn ja auch deren Mitgefühl unbeeindruckt. Mitgefühl aber ist langfristiger Selbstschutz. Das erkennt nicht so leicht, wer keines hat.

Die Bedingungen prägen den Menschen, der wiederum konnte die Bedingungen nur mit dem prägen was er wusste. Dass in einem daraus gewachsenen Lebensmodell noch eine Menge (emotional-sozialer) Lücken sind, ist für mich nachvollziehbar. Entwicklung baut auf Bestehendem auf. Wurde eine Stufe versäumt, bleibt das Wesen solange und soweit auf seiner Stufe hängen, wie und wo die Ausgangsbedingungen für das darauf Aufbauende noch nicht hergestellt sind.

Ich sehe gute Chancen dass der soziale Status in Hinkunft wieder stärker von der emotional-sozialen Entwicklungsstufe der Individuen abhängen wird – das liegt schon in der Natur sozialer Vernetzung. Dabei erfahren wir, dass der Erfüllungsquozient auf der Ebene höher ist. Wirtschaftlicher Gewinn hat ja biochemisch keine nachhaltigen Auswirkungen, außer, dass man nach kurzer Zeit schon wieder mehr will. Was nicht erfüllt, kann auch nie genug sein. Und auf der Stelle zu treten, tut immer mehr Lebewesen immer mehr weh.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.