Besinnung, Sinn und Sinnlichkeit

Der weihnachtlichen Zeit angemessen möchte ich auf die Bedeutung der Wörter eingehen, die wir als das Wesen des Gedankens verstanden haben.
Manifestiert wurde er an der Geburt eines Mannes, der uns zur Wahrnehmung von Lebenszielen ermahnte und zu einer dafür angezeigten solidarischen Haltung um alles das zu erlangen, was wir uns letztlich wünschen.

Wenn wir es so machen wollen, ist es eine gute Idee, seine Sinne auf die also den Anderen zu richten, sich ihm zu öffnen — uns auf ihn einzustellen, eben auch aber nicht nur bei der Frage: „Was mag er sich wohl wünschen?“
Diese gegenseitige Verbindung macht den Effekt allen fühlbar, denn es steigt der wichtigste Pegelwert für gedeihliches Zusammensein:
Vertrautmachung > Vertrautheit > Vertrauen.

Dass wir genau das wollen, hat verursacht, dass sich der „Tag des globalen Füreinanders“ gegen die gelebte Notwendigkeit durchsetzte den Anderen ansonsten zu fürchten und zu bekämpfen.

Besinnung meint sich dem Sinn zuwenden, dem Zweck, dem Ziel, dem Grund, dem Wesen, der sensorischen, emotionalen und gedanklichen Wahrnehmung.

Die kalte Zeit, zwang uns evolutionär einander näher zu rücken wozu wir die sinnliche Atmosphäre herstellen in der wir uns erlauben heran zu kommen, um uns einander gewogen zu machen.

Es ist sehr gut möglich, dass die Gerüche und die Lieder, mit denen wir uns umgeben uns an den Ort unserer evolutionären Herkunft versetzen und damit in die Zeit unserer gemeinsamen familiären Wurzeln. Soweit Instinkte angeboren sind, dürften sie auf Orange, Mandarine, Weihrauch, Zimt, Tanne (statt Pinie), Kerzenduft, Nüsse, Feigen, Datteln und allem, was wir uns dazu braten ziemlich gut reagieren. Sie tun es ja auch, was man auf Tradition zurück führen kann. Aber auch von Tradition lässt unsere und die kommende Zeit nur das übrig, was uns wesentlich ist, was letztlich dem entspricht, das in uns ist.

Interview mit Hirnforscher Eric R. Kandel, 3Sat, 22.11.06

Unter anderem wurde die Vision angeschnitten, dass die Medizin der Zukunft beispielsweise Pillen gegen Traumata von kriegsheimkehrenden Soldaten entwickeln könnte.

Wird damit nicht das Abbild des Krieges im Gehirn verharmlost?

Nicht, dass ich es jemandem wünsche, sein Leben lang unter einem Trauma zu leiden. Die Gefahr ist allerdings auch hier wieder groß, dass wenn Symptome heilbar sind, die Ursachenbehebung in den Hintergrund tritt. Das wirksamste Mittel gegen Kriegstraumata ist Frieden.

Unser Gehirn ist eine komplexe Landkarte von Umgebungseindrücken, das diese in Form einer virtuellen Welt miteinander in Zusammenhang bringt und vernetzt. Alle Informationen darin sind mit Bewertungsdaten versehen, den Gefühlen, die wir dazu haben. Diese Gefühle spielen eine Rolle darin, wie wir zukünftige Anforderungen und Lösungen bewerten.

Hinterlässt ein Krieg seine Spuren im Gehirn, spiegelt die betroffene Person das in der Umgebung wider. Natürlich ist das weder für sie besonders angenehm, noch für die Menschen um sie herum. Das führt jedoch dazu, dass nicht nur die Person selbst erfährt, dass Kriege führen keine erfreuliche Sache ist, alle in seiner Umgebung bekommen das ebenfalls mit. Und wünschen sich dann keinen Krieg mehr.