Feindseligkeiten sind unangebracht

Ein Feuer mit Gegenfeuer zu bekämpften löscht am Ende beide Brände. So verhält es sich meiner Meinung nach auch mit Gewalt als Antwort auf Gewalt, sei sie nun physisch oder „nur“ verbal.

Ganz egal was einer heute is(s)t oder sagt, oder wie er sich zu einem tierleidfreien Leben stellt – auch sein Dasein kann sich durch neue Begebenheiten, Erkenntnisse und Vorstellungen verändern. Vielleicht nicht durch uns und auch nicht gleich, und keinesfalls, weil wir es wollen (sondern einzig, weil er selbst es will). – Ein finales Urteil über jemanden kann schlicht und einfach nicht gefällt werden.

Menschenverachtung oder Schlimmeres kann ich für mich mit einer konsequent lebensbejahenden Haltung nicht vereinbaren, auch wenn ich verstehe (und selbst auch empfinde), dass es schwer IST, und dass einem das, was Menschen anderen antun (Mensch – Tier – Umwelt) – nahezu den Atem raubt, wenn es einem bewusst wird. Sich ablehnend oder verachtend über andere Menschen zu äußern ist aber nicht die geeignete Antwort, und wird sie mit Sicherheit auch nie sein.

Ich bin Diskussionen in denen über Andersdenkende hergezogen wird leid und beteilige mich daran nicht. Es ist das Gegenteil dessen, was Menschen die verstanden – vielzitierte wie Gandhi zum Beispiel – uns vorgelebt haben. Ich verstehe nicht, wie man aus abwertenden Äußerungen in der Öffentlichkeit irgendeine Art von Befriedigung beziehen kann. Sie machen weder einen selbst noch sein Anliegen größer. Damit drängt man sich doch nur in die Misanthropie. Wem soll man damit denn noch nützen? Den Tieren sicher nicht.

Man mag damit unterstellen, dass ich die „Gute Miene“ zum bösen Spiel in Ordnung finde. Natürlich ist sie das nicht. Aber so wie wir uns nicht für andere, sondern aus eigener freier Entscheidung dazu entschlossen haben unser Leben zu ändern, müssen wir das auch anderen zugestehen. Verhalten wir uns Andersdenkenden gegenüber verachtend, ablehnend oder gar feindselig, statt rein sachlich zu informieren, machen wir damit unsere eigene Lebensweise vor anderen schlecht und nehmen ihnen den Anreiz sie überhaupt in Erwägung zu ziehen.

Als Menschen die anderen Leid zuzufügen ablehnen, habt Ihr die großartige Entscheidung getroffen, im Einklang mit allem sein zu wollen, das lebt. Gönnt Euch selbst das Glück das damit verbunden sein kann. Lebt es und gebt es weiter.