Finanzkrisenmentalität

Die Finanzkrise ist nicht nur ein “Vergehen” der Reichen. Ausbeutung wird heute breit und billig-end in Kauf genommen, und das keineswegs nur von einigen wenigen. Es sich auf Kosten anderer “gut” gehen zu lassen ist gelebte Praxis. Wer es nicht glaubt möge sich fragen wie es dann kommt dass täglich Leben auf das wir Einfluss nehmen (könnten) auf der Strecke bleibt. Menschen verhungern weiterhin, obwohl es so viele engagierte Antitierschützer gibt die von sich geben, “zuerst kämen die Menschen”. Warum sehe ich davon nichts?

Die Ursachen unserer Probleme sind nicht rein auf Verstandesebene zu lösen, denn sie er- und umfasst nicht das Ganze, deckt längst nicht alles ab was ein Gehirn an Wissen und Erfahrung zu bieten hat. Nichts anderes als sich selbst und seine Bedürfnisse zu verstehen kann einem dazu verhelfen seinen Willen in sinnvollere Bahnen zu lenken, die nicht auf Verzicht (zunehmende Unfreiheit) hinauslaufen, sondern immer mehr erfüllen, immer besser und mit bleibender Wohlbefindenssteigerung – und nicht bloß ’nem Kick der gleich wieder verpufft.

Der Mensch wird so lange im Dunkeln tappen wie er übersieht, dass es einen Zusammenhang zwischen (nicht)Fühlen und (nicht)Denken gibt. Kognition ist kein Wissensgebiet, sondern der Ursprung aller. Man kann die Komponenten die zu kognitiven Aktionen führen nicht getrennt voneinader betrachten und erwarten sie dann gleich in ihrer vollen Tragweite zu verstehen. Wer nicht umfassend (mit)fühlen kann oder sich dieser Fähigkeit nicht in kooperativer Form bedient, handelt kognitiv beeinträchtigter als er tatsächlich könnte. Ignorant. Seine Wert(ein)schätzung wurde durch die isolierte Betrachtung von Einzelaspekten mit deren Relevanz(en) verzerrt (übertrainiert).

Unter Einbeziehung nur dieser Daten steht jedoch unsere Zukunftsfähigkeit in Frage. Das neuronale Netz “Finanzkrisenmentalität” tappt im Dunkeln. Mit den umfassenden Vergleichsdaten gingen uns auch mehr und mehr Schnittstellen zur Ressourcenrealität verloren. Keine neuen Daten [Werte], keine neuen Erkenntnisse. Die Errungenschaft des Verstandes war offenbar lediglich, dass wir die einfachsten Dinge kompliziert gemacht und profansten Bedürfnissen unnachvollziehbar lange destruktive Wirkungsketten vorangestellt und an jeder ihrer Kreuzungen Kassierautomaten aufgestellt haben. Die fressen uns nun auf, und die wahren Bedürfnisse bleiben auf der Strecke.

Wenn uns an einer Zukunft liegt muss Entsprechung (weiterhin) das Ziel sein – in allem. Unbewusst haben wir das über einen sehr, sehr langen Zeitrahmen hinbekommen. Der Schlüssel dazu war unser Gehirn. Und der ist es noch heute.

2 Antworten auf „Finanzkrisenmentalität“

  1. "Es sich auf Kosten anderer “gut” gehen zu lassen ist gelebte Praxis"

    Wer sind denn diese Anderen? Kriege zu führen ist kein Leben auf Kosten Anderer, oder? Der Krieg bringt nur Gutes und Lebensfreude mit sich, sodass jeder. der es sich auf Kosten des Krieges gut gehen läßt, nur ein Friedensverbrecher sein muss, logisch! Aber was soll daran so schlimm sein? Kennen Sie eigentlich noch ihre Aufgabe als Admin, denn als Vollpfosten nehmen Sie ihre Tätigkeit mehr oder wengier sehr ernst, offensichtlich? Glauben Sie dass Konkurrenzkampf und qualitativ minderwertige Produkte auf den Märkten kein Krieg sind, der die Versorgung von Informationen und allen möglichen qualitativ hochwertigen Produkten der Menschen ausgehend von Menschen gefährdet? Sehen Sie sich nur in ihre näheren Umgebung um und werden Sie ein Prediger für den Frieden, statt Leute aufzufordern Tiere und Menschen absichtlich zu verwechseln, damit die sich gegenseitig fressen obwohl es kein einziges Tier gibt, dass direkt und ausschließlich den Menschen auf seinen Speiseplan hat, außer der Mensch selbst, der sich ausschließlich darin nicht von den Raubtieren und Allesfressern unterscheidet.

    1. Die sicherste Prävention gegen Krieg ist sein Auskommen jenseits ausgeübter oder "billig-end" in Kauf genommener Gewalt zu finden. Wenn man beschließt sich daran nicht mehr beteiligen zu wollen und gründlich darüber nachdenkt wo überall Gewalt angewendet wird, sei sie nun akzeptiert (legal) oder nicht, stellt sich das Folgerichtige von selbst ein, nämlich eine allumfassende Achtung vor dem Leben nicht nur zu fühlen sondern auch zu praktizieren, überall da, wo man Verbesserungspotential erkennt.

      Nach mehr als 15 Jahren permanenter Online-Tätigkeiten empfinde ich die ganze Welt als meine "nähere Umgebung", denn es hängt alles zusammen. Die Online-Generation entwickelt einen vernetzten Blick auf die Welt und wird dadurch besser befähigt sein in Kreisläufen denken zu lernen statt nur noch in Linien, die über kurz oder lang immer über das Ziel (Überleben) hinausschießen werden.

      Der Reichtum weniger basiert auf Instrumentalisierung (Mensch, Tier, Natur > die "Anderen"). Der Wohlstand aller auf Kooperation, nur sie ist unerschöpflich.

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