Empathie als Schüssel zur Nachhaltigkeit

Empathie war lange Gegenstand meiner Untersuchungen. Weder Sozialsysteme noch Demokratie können ohne sie funktionieren, Was über den „sozialen Radius“ eines Entscheiders hinausgeht ist nicht mehr im Sinne aller Betroffenen bewertbar.

Daher führen zentralistische Machstrukturen zu Entscheidungsverzerrungen und Ungerechtigkeiten, und schließlich zum Zusammenbruch der diese wieder für eine Weile zerschlägt, aber nie komplett („Kriegsgewinnler“). Ich sehe Krieg keineswegs als eine „soziologische Notwendigkeit“, sondern als ein Sympton grundlegend falsch angelegter Belohnungs- und Denkmodelle. Der Umweg über Geld (statt in echten Werten zu empfinden und zu denken) führt zu massiven kognitiven Verzerrungen die mit der Realität und tatsächlichen Erfordernissen nichts mehr zu tun hat. – Je stärker sich das jedoch zeigt, umso verkrampfter halten darauf konditionierte Gehirne daran fest. Festhalten über das Erträgliche hinaus macht aus einem Irrtum aber noch lange nichts Richtiges.

Empathie vervielfacht die Werte die wir in unser Empfinden und Denken einbeziehen (KÖNNEN) – Wissen zu dem wir keinen adäquaten emotionalen Eindruck haben, ist wert(e)los. Wir setzen es nicht um. Werte sind der Schlüssel jedweder Informationsverarbeitung – egal ob biologisch oder maschinell – je mehr Werte / Aspekte in unser Denken und unsere Entscheidungen einfließen, zu umso größerer Komplexität sind wir ohne Anstrengung fähig. Die empathieinspirierte Kognition umfasst daher ein Vielfaches der egozentrischen (Reptil, oder noch davor – primitiv jedenfalls).

D.h. aber nicht, dass autistisch veranlagte Menschen nicht ebenfalls zu hoch komplexen Leistungen fähig sind. Ihr (Mit-)Empfinden ist nur auf etwas anderes als ihre Mitmenschen gerichtet (logische Strukturen, Fakten zu Themen die sie begeistern etc.).