Einsatzbandbreite und Marktrelevanz

Intelligente Systeme werden heute bereits in der Steuerungstechnik, der Mustererkennung, der Informationsverarbeitung und bei Computerspielen eingesetzt. Sie basieren auf Neuronalen Netzen und der so genannten „Fuzzy Logik“. Während im ersten Ansatz versucht wird, die elektronische Funktion des Gehirns nachzubilden, stellt die Fuzzy-Logik bereits Daten in einen eng definierten Zusammenhang. Der ist aber jeweils festgelegt, die Intelligenz steckt nicht in den Daten, sondern in den Vorgaben.

Im Unterschied zum Neuronalen Netz wird mit einem IDRS-System nicht die technische Basis simuliert, sondern die Verarbeitung der Informationen im Gehirn nachvollzogen. Dadurch ist es womöglich nicht zu allen Funktionalitäten des menschlichen Gehirns fähig, die Informationsverarbeitung geschieht aber unter entschieden geringerem Rechenaufwand und unterliegt nicht der bestehenden Einschränkung, dass noch nicht jeder Steuerungseffekt auf dieser technischen Basis erforscht ist.

Die IDRS-Logik unterscheidet sich grundlegend von der Fuzzy-Logik, indem sie alle Informationen miteinander in jeden Zusammenhang bringt, der nur auf die Informationen eingeschränkt ist, die überhaupt in das System gelangen können. Das ist zwar definiert, kann aber jederzeit manuell oder durch das System selbst ausgebaut werden. Stehen die Informationen in einem Zusammenhang, wird er im IDRS-System auch hergestellt.

Die IDRS-Technologie ist potentiell in allen vier Bereichen einsetzbar. Für den Einsatz in der Steuerungstechnik ist allerdings die Tatsache hinderlich, dass sich der Informationsstand fortlaufend ergänzt und sich Datenabfragen daher nach und nach verlangsamen. Diese Eigenheit lässt sich durch den Vorgang künstlichen Vergessens aushebeln, der wenig relevante Bestände eliminiert. Kreativität ist an dieser Stelle ohnedies nicht sehr gefragt.

Die grundlegende Funktionsweise liegt in der Erkennung von Mustern, die nicht vorgegeben, sondern erfahren werden, und dabei auch Änderungen unterworfen sind, wie z.B. Sprach- und Schrifterkennung.

Internet-Suchmaschinen verwenden heute intelligente Systeme, um Datenstände mit angemessener Gewichtung in ihre Suchdaten-Struktur zu überführen. Diese Aufgabe erfüllen sie schlecht und sie sind mit gezielten Störmaßnahmen leicht zu überlisten, weil sie nur eingeschränkt gut differenzieren können (Fuzzy-Logik). Die IDRS-Logik ist in der Lage, Datenbestände unbekannter Struktur in Zusammenhänge zu bringen. Dazu wird von den kleinsten Elementen ausgegangen. Das System ordnet die Bestände ein und kann aus der so entstandenen Logik folgern, welche Themen in erster Linie behandelt werden. Dieselbe Technik ist auch für Spam- und Virenschutz, so wie Übersetzungssysteme wirksam.

In Computerspielen kommen heute Gegenspielfiguren zum Einsatz, die sich – mit Verhaltensmerkmalen ausgestattet – sinn- und wirkungsvoll benehmen. Ihre Vorgehensweise ist aber vom menschlichen Spieler nach einiger Zeit nachvollziehbar, eine Tatsache, die unerwünscht ist. Das KI-System des Gegners kann sich auf den Spieler auch nicht sehr differenziert einstellen. Das IDRS-System wird immer mitlernen. Seine Kreativität wird hingegen dadurch eingeschränkt, dass Computerspiele stark auf Geschwindigkeit optimiert sind, während es selbst mit wachsendem Sachstand immer mehr Zeit benötigt. An dieser Stelle wird die Kreativität im optimalen Zusammenwirken mit Relevanzen bedeutsam, weil damit Aspekte aufeinander Einfluss nehmen, die in einem ähnlichen Sachzusammenhang stehen.

Expertensysteme für einzelne Anforderungen lassen sich auch zu Verbänden benachbarter Sachstände zusammenführen, die in einem einzigen System wirken. Es wird damit intelligenter und kreativer.

In der Grundlage der Datenbasis liegt nicht nur das Potential folgerichtiger Schlüsse und Kreativität. Ein Datenbanksystem, das alle Daten in Beziehung zueinander stellt, ist sehr geeignet für Abfragen auf die Ähnlichkeit von Datenelementen. Während nach dem heutigen Stand wachsende Abfragen nötig wären, um Daten zu ermitteln, die sich in unterschiedlicher Weise ähnlich sind, stellt die IDRS-Datenbank eine solche Funktionalität durch ihre Architektur bereit. Im Unterschied zur bisherigen Vorgehensweise muss dann nicht mehr die Abfrage selbst die Differenzierung enthalten. Das Ergebnis wird wiedergegeben, worin die Unterschiede in den Abfrageergebnissen bestehen.
Je nach Anwendungsfall kann eine IDRS-Technik auch Ressourcen schonender arbeiten, also ein relationales System. Jeder Datenwert kommt im System nämlich nur einmal vor. Die Differenzierungen erfolgen über die Verbindungen, davon gibt es aber dann vielmehr als jetzt.

Das volle Leistungspotential der Technologie ist erst abzuschätzen, wenn sich Verarbeitungsgeschwindigkeit und Speicherplatzbedarf herausgestellt haben.

Marktrelevante Einsatzgebiete

  • Jede Form von Abgleich inhomogener Quelldaten
  • Konsistenthaltung von unkontrolliert veränderlichen Datenbeständen
  • Leit- und Suchsysteme für die Datenauswahl (Suchmaschinen)
  • Rechtschreibprüfungen und Thesauren
  • Mustererkennung
  • Spracherkennungs- und Übersetzungssysteme
  • Datenkompression
  • Industrielle Qualitätssicherung
  • Unterstützungssysteme für Software-Entwicklung
  • Entwicklung optimierter Algorithmen
  • Erkennung von Angriffsschemata in Netzwerken
  • Filtern von Datenübermittlungen auf Relevanz und Datensicherheit
  • Ermittlung wissenschaftlicher Gesetzmäßigkeiten
  • Medizinische Analyse und Diagnose
  • Entwicklung chemischer Stoffe
  • Analyse chaotischer Systeme (Wetter, Börse, Wirtschaft)
  • Entscheidungs-, Optimierungs- und Vorgangsassistenten
  • Verhaltensparameter für Spielgegner in Computerspielen

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