Die Panne mit den Klimadaten

Dieses unerfreuliche Ereignis entfacht die Diskussion, ob der (menschengemachte) Klimawandel ein Schwindel sei, aufs Neue. Es sei “dumm” und “arrogant” zu glauben, dass der Mensch auf das Klima Einfluss nehmen könne las ich neulich.

Ist es auch dumm und arrogant zu glauben, dass der Mensch grade drauf und dran ist die Meere zu überfischen und sich für das Aussterben unzähliger Arten verantwortlich zeigt? Dass der Mensch nichts mit dem Klimawandel zu tun haben soll ist schon neben den sonstigen Zerstörungen durch sein Treiben eine irrwitzige Annahme.

Natürlich will man – auch oder gerade dann, wenn man grundsätzlich mit seiner Annahme richtig liegt – diese so darlegen, dass sie möglichst wenig Angriffsfläche bietet und keine Widersprüche erzeugt, die nur auszuräumen sind, wenn die Betrachtung fundiert, umfassend, differenziert genug ist, was man von Laien nicht erwarten kann – grade nicht bei einem so hoch komplexen Thema. Wie sich mal wieder zeigt, zurecht.
Jeder, der schon mal Unterlagen aufbereiten musste, um beispielsweise ein Projekt zu präsentieren, weiß das. Vergisst er dabei eine Kleinigkeit zu erklären, die im Gegenüber ein Fragezeichen oder einen Widerspruch erzeugt (auch da, wo gar keiner ist, nur weiß der Andere das eben nicht, weil ihm die Hintergründe nicht so selbstverständlich präsent sind wie dem Verfasser), kann ihn das in arge Verlegenheit bringen, völlig unabhängig von Inhalt und Qualität des Projekts selbst.

Ein Artikel über falsche Falisifikationen

Wichtige Erkenntnisse aus dem 4. Sachstandsbericht des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen der Vereinten Nationen (IPCC) – 36 Seiten PDF

Forscher warnen vor blitzartigem Klimawandel (Spiegel)

Seit Jahren beobachte ich die Diskussion um den Klimawandel und war von Anfang an der Ansicht, dass wir die menschengemachten Schadwirkungen (in allen Bereichen) sogar noch unterschätzen, da uns die Wirkungsweisen all unserer Einflussnahmen noch nicht vollumfänglich bekannt sind. Die Chance, dass sich davon irgendetwas günstig auf Umwelt, Artenvielfalt und Klima auswirken könnte, halte ich hingegen für sehr, sehr klein.

Was alle tun, kommt uns nur deswegen nicht falsch vor, und das sagt überhaupt nichts über irgendeine Richtigkeit aus. Es gibt nur zwei Möglichkeiten dem zu begegnen: es erahnen und umzulenken oder es darauf ankommen zu lassen, und dann wird es so ziemlich die geringste Rolle spielen, wer denn nun mit seiner Behauptung “Recht” hatte.

Nachtrag (12.01.2010, 09:40): Ausgiebige Informationen und Links darüber habe ich eben im Blog “Globales Klima” entdeckt.

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