Die Freiheit des Willens steht mal wieder auf dem Spiel

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Das Gehirn weiß also vor unserem Bewusstsein wie wir uns entschieden haben, und für mich wäre es eher überraschend gewesen, hätte es sich umgekehrt verhalten. Das bedeutet nicht, dass wir unfähig wären, unsere Entscheidungen durch Überlegungen zu beeinflussen, doch letzten Endes wurde auch das auf einer grundlegenderen Instanz entschieden. Alleine die Kenntnis darüber wie das Wollen zustande kommt führt bereits zu Veränderungen in der Willensbildung.

Doch wie frei kann der Wille eines Lebewesens schon sein? Er findet ja innerhalb von uns statt und bezieht ein, was wir über das bloße Triebverlangen hinaus erfasst/bewertet/erfahren haben. Jede Handlung lässt sich auf einen Trieb zurückführen. Die Frage ist nur, wie differenziert wir ihn im Zuge der Entsprechung (emotional) behandeln. Wir haben es beim Willen ja mit einer biologisch gewachsenen Funktionalität zu tun, wie Reflexe, Triebe, Gefühle, und selbst Kognition.

Für mich steht außer Frage, dass wir mit „Funktionalität“ die wir erlebnishaft verstehen, bewusster und natürlicher umgehen und mehr aus einem Werkzeug herausholen. So entsteht leidenschaftliche Professionalität die sich voll und ganz einbringt. Die ist – im Gegensatz zur Industrialisierung – noch mit positiven Gefühlen zu dem verknüpft was wir (für Andere) tun. Professionalität ist meines Erachtens sehr wohl etwas Persönliches, auf einem hohen Niveau.

Natürlich gilt das auch für die Anwendung unseres Gehirns. Obwohl (wie hatten die Menschen es sich denn eigentlich vorgestellt…???) der Wille auf verfügbare Parameter angewiesen – somit nicht „frei“ – ist, verändert ihn das was wir im und über das Leben erfahren. Das nennt man Entwicklung. Es bleibt also weiterhin spannend… :-).

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