Bildung formt

Die Vermittlung von Wissen ist heute derart abstrakt, dass das Wesent-liche daran, nämlich was wir dazu fühlen müssten, gar nicht mehr ankommt. Wer kann auf der Basis schon realistisch denken und handeln?

Was uns vielleicht sogar unsere Eltern erzählten als wir noch sehr klein waren, ist tief in unserem Empfinden und Denken verankert, was wir nicht zuletzt der Flexibilität des menschlichen Gehirns verdanken.

Die nachgeburtliche Beschreibbarkeit des Gehirns wird zur tödlichen Falle, wenn wir (abträgliche / nicht nachhaltige) Paradigmen unverrückbar in unseren Köpfen betonieren. Der Mechanismus, der „Wissen“ in unseren Gehirnen verankert macht keinen Unterschied zwischen Wahrheit und Irrtum. Intensität und Häufigkeit (Relevanzen) damit verknüpfter Eindrücke sind Ausschlag gebend. Wahres und Falsches wird in derselben Weise einbezogen, ist es erst einmal geprägt.

Ich bin nicht der Ansicht, dass Menschen mit kognitiven Dissonanzen leben sollten sondern alles daran setzen sie aufzulösen. M.E. wäre das die einzige Nachhaltigkeitsmaßnahme die wir bräuchten. Denn unser Gehirn funktioniert einfach nur folgerichtig.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.