MeinungsFreiheit

Was für ein Leben soll das sein in dem man sich davor fürchten muss zu sagen was man denkt? – Das ist so – unlebendig. Was kann nach Resignation noch kommen? – Ein Leben in dem ich keine Optionen mehr sähe meine Erkenntnisse zu verwirklichen was für einen Wert hätte das noch für mich (und für Andere)?

Sind es nicht viel öfter Versäumnisse die wir bereuen als beherzte Taten? Wer das Wissen hat sollte auch die Verantwortung dazu wahr-nehmen, sonst wird das nichts mit dem erfüllten Leben. Unser Gehirn weiß darüber mehr als wir. Früher oder später werden wir das (an)erkennen – was so viel bedeutet wie wieder etwas mehr von dem zu wissen was eh immer schon galt. Die es „nur“ ahnen haben grade einen schweren Stand. Da ist noch mehr, viel mehr – aber was? Im Moment betrachten wir uns reduziert auf das was heute als erwiesen gilt. Der Horizont kann noch sehr viel größer werden, und das sogar sehr schnell, da Informationen nahezu in Echtzeit und breit transportieren können. – Dass uns in den nächsten Jahren nur so die Ohren wackeln werden ist gar nicht mehr abzuwenden.

Ich glaube, dass es bei Meinungsfreiheit um viel mehr geht als Statements zu Sachständen abzugeben. Wer sich öffentlich ausdrückt, will doch auch verstanden werden, akzeptiert, sich abstimmen, beeindrucken, bewegen, verändern, (mit)entwickeln, teilen, vielleicht auch provozieren, wenn das die bevorzugte Form der Beachtung ist die er sich aussucht.

Nicht zuletzt verstehe ich darunter auch mich nicht vereinnahmen zu lassen von der Meinung Dritter, sondern der Entwicklung meiner eigenen Raum zu lassen. Das heißt genau nicht von mir zu weisen was Andere denken, im Gegenteil, Meinungs-frei genug zu bleiben um nie damit aufhören zu müssen von Anderen zu lernen.