Befindlichkeiten – die Mathematik des Überlebens

Auf Dauer hat nur das Echte (entsprechend, verhältnismäßig, passend, angepasst) bestand. Das betrifft alle Werte, die unser Überleben sichern, und diese sind mit dem Geldtrieb längst nicht vollumfänglich berücksichtigt – im Gegenteil, wir müssen uns Ressourcen über das verträgliche Maß hinaus aneignen, um dem Geldwachstum zu entsprechen.

Doch diese der Verpuffung preisgegebenen Werte können uns nur so lange am Leben erhalten, wie sie da sind – wir sie also nicht zerstören, und hierfür sind sie auf unsere Wertschätzung angewiesen. Was heißt sie – WIR selbst sind es! Daher ist es in unserem eigenen Interesse sinnvoll, alle essentiellen Werte (Überlebensaspekte) als Parameter in unsere Willensformel, unser Bewertungsschema, einzubeziehen.

Es zu können oder nicht ist eine Frage der ge-bildeten(!) Einstellung (welch vielsagendes Wort!). Augenscheinlich tun wir das aktuell nicht ausreichend. Wie wirklichkeitsnah (Wirkungen einbeziehend) ist unser Fühlen und Denken also überhaupt noch? Ist manch vermeintlich *Realitätsfremder* womöglich näher an der Wirklichkeit wie der *Angepasste*? – Und überhaupt, worauf beziehen wir *Anpassung*? – Oder anders gefragt, woran orientieren wir uns, wenn wir unsere und die Mentalität unserer Kinder *anpassen*? – Die Lebensumgebung scheint es ja irgendwie nicht mehr zu sein, sonst müssten wir heute nicht ihre Zerstörung befürchten.

Der Trägheit des Herzens folgt mangels bewegender Werte unvermeidlich jene des Geistes. Über die eigene Funktionalität wussten unsere Vorfahren nicht weniger als wir, sondern mehr, weil sie sich noch die Mühe machten, komplexe emotionale Eindrücke zu interpretieren. Damit lagen sie vielleicht faktisch nicht immer richtig, sehr wohl aber in vieler Hinsicht mit den (Aus)Wirkungen. Und dies ist die eigentliche Wahrheit die zählt, nicht jene in unseren ohnedies eingeschränkten Vorstellungen.

Schreibe einen Kommentar