Nicht alles Intelligente muss sein wie wir

Es geht nicht darum menschenähnliche Funktionalität zu entwickeln sondern um intelligente Datenverarbeitung. Daraus werden wir die intelligenten Maschinen entwickeln, die sich dann menschenähnlich verhalten, in erster Linie aber, weil sie durch uns dann besser bedienbar sind. Das wird (zunächst) eher ein künstlicher Aufsatz sein und nicht Ergebnis maschineller Entwicklung.

Die intelligenten Datenverarbeitungseinheiten, die denen vorausgehen gleichen (theoretisch) Menschen, die in definierter Umgebung unter sehr spezifischen und einfachen Anforderungsmustern aufwachsen und sich daran entwickeln statt an ihrem naturellen/kultivierten/sozialen Umfeld. Diese wie auch die Computerprogramme der anbrechenden Zukunft sind nur in der Lage, sich in ihrem begrenzten Feld zu bewegen. Man kann ihnen keinen Roman in die Hand drücken und fragen, was sie davon halten.

Ich glaube, dass Alan Turing nicht ganz unbeteiligt daran ist, dass nicht anerkannt wird, wie intelligent unsere Maschinen bereits sind. Der Turing-Test legt vor, dass die Maschine mit ihren Antworten von Menschen nicht treffsicher zu unterscheiden ist, dann erst sei Künstliche Intelligenz gegeben. Das offenbart, wie wenig man zu der Zeit davon verstand. Intelligenz ist bereits in den kleinsten anpassungsfähigen Elementen gegeben. Das über die Zeit entwickelte Zusammenspiel blieb übrig, weil es in der Umgebung erfolgreich war. Das Gehirn wendet die Systematik von Analyse (Musterentsprechung) und Synthese (Mustervervollständigung) nur an und der Verstand abstrahiert und selektiert damit Zusammenhänge die signifikant waren, Kognition.

Die Regeln sind komprimierte Daten, so kann der Verstand beispielsweise beliebige Zahlen addieren ohne eine riesige Tabelle mitzuführen, indem er wenige Regeln auf Ziffernreihen anwendet. Während ein Tier die den Daten zugrundeliegenden Regeln erst prägen muss, können Menschen sie einander kurz und prägnant mitteilen. Sie den Umgebungsdaten zu entlesen ist bei ihnen genauso aufwändig wie im künstlichen Neuronalen Netz oder im Einsatz Genetischer Algolrithmen. Es erfordert Trainingszeit.

Herausgeschält aus dem Wust unklarer Zusammenhänge wie sie auch ohne Verstand gespeichert sind, erfüllen die Regeln die Kriterien von Fakten. Auf denen kann man isoliert aufbauen, sie abstrahieren und kombinieren, sie hinterfragen, prüfen und beweisen. Das ist mit dem Datenmatsch nicht so leicht möglich, der in unserem tierischen Hirn, sowie in unseren künstlichen neuronalen und genetischen Strukturen gegeben ist. Da ist Fuzzy Logik noch näher dran aber eben auf die Zusammenhänge reduziert, die definiert sind.

Erkenntnis kann nur aus Kenntnis hervorgehen, weshalb die intelligente Datenverarbeitung der nächsten Zukunft Ergebnisse aus einfachen Stellungen trainieren wird, die man ihr so klar und eindeutig wie möglich vorgibt. Da wird mit den mathematischen begonnen. Das ist für die Datenverarbeitung genau richtig.

Was menschlich ist, erfahren Menschen besser, denn sie wachsen unter Menschen auf und entwickeln sich an ihnen, sind selber welche. Dass der einzige intelligente Mechanismus auf diesem Planeten (den wir kennen) der Mensch ist, heißt nicht, dass alles Intelligente sein muss wie er. Das war ein falscher Umkehrschluss.

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