March Against Monsanto, Bregenz, 20. Mai 2017

Das Motto für etwas (statt gegen), in diesem Fall „ein Gutes Leben“, fand ich zwar ansprechender, die Stimmung kam allerdings nicht mehr an das tolle Feeling der Märsche in den Vorjahren heran. Nach meinem Empfinden haben sich die Veranstalter diesmal zu viel Mühe gegeben das Geschehen zu steuern, anstatt es einem natürlichen Verlauf zu überlassen.

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Pubertäre Krise – Wir sind das Internet

Nur wenige die sich heute auf Facebook oder andern Plattformen bewegen und kaum etwas anderes kennen – Google vielleicht – haben eine Vorstellung davon, was für eine hoffnungsvolle Zone das Internet mal war. Die Pioniere sahen darin die Basis zu mehr Demokratie, freiem Austausch von Daten und Ideen, Wissenstransfer, mehr Verständnis im Für- und Miteinander, und unermesslich Raum für Innovation. Wir, die ersten Bürger des Internet, fühlten uns wie Pioniere. Wir fieberten den Antworten spannender E-Mail-Korrespondenzen mit überwiegend intelligenten Menschen entgegen, surften mit Mosaik, klatschten Qirksmode-HTML mit Tabellen zusammen, waren auf Datentransfers mit Megabyte-Bereich und / oder zeitlich beschränkt, und unsere Suchmaschinen hießen Altavista, Yahoo oder Lycos.
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Freihandel

Freihandels­abkommen heute noch als Mittel zur Völkerverständigung zu proklamieren ist eine billige Ausrede die verschleiern soll, dass der Weltmarkt zu einem Kriegs­schau­platz verkam.

Gier und Macht

Es bedarf keiner Verschwörung, Entscheidungen aus Geld- oder Machtgier zu treffen. Das geht von alleine so.

Leben in Not

Eine der Botschaften derer die glauben jedes Recht zu haben, Flüchtlinge abzuweisen ist: »Mir kann es nur gutgehen, wenn es anderen schlecht(er) geht (als mir)« – oder »mir geht es schlecht, und schuld daran sind jene, die noch gar nicht da sind«…

Das Geld der anderen darf die Grenze überschreiten, aber die Opfer der Geldmacherei haben gefälligst draußen zu bleiben.

Über wenige Generationen wurde gelernt, dass auf Kosten anderer zu leben »normal«, »natürlich« und »unvermeidlich« sei. Dabei macht das knausrige Maß angewandter Empathie nicht wirklich einen Unterschied zwischen Menschen (die einem persönlich nicht nahe stehen) und Tieren (die einem persönlich nicht nahestehen, das eigene Haustier ist natürlich was anderes). Es setzt sich schlicht über das Wohl anderer hinweg. Doch das herausgenommene „Recht des Gewaltbereiten“ ist über jedes verträgliche Maß hinaus destruktiv und daher kurzlebig.

Das System in dem wir leben ist: verbrauchend, auf Wettkampf ausgerichtet, gewalttätig, egozentrisch, werteverarmend, zukunftsunfähig. Viele Bewohner darin haben verlernt, kooperativ zu empfinden und zu denken. Vom Kind das über die Zustände noch erschüttert wäre auf dem Weg zum mediengesteuerten Bewohner scheint der Mensch verloren gegangen zu sein.

Die Auswüchse an Grausamkeiten die heute wie selbstverständlich akzeptiert sind, hatten in keinem Zeitalter der Menschheit solche Ausmaße. Die Menschheit kann keine echten Erfolge feiern, so lange so etwas geschieht. Es gibt keinen Anlass glücklich auf dem Rücken derer zu sein, die für das was andere erreichten leiden oder ausgeschlossen werden, oder das damit einhergehende Maß an Zerstörung zu feiern. Es wäre eine Fehlbewertung der Gesamtsituation. Und je schlimmer es wird, umso weniger wird der Konsum der Sinnlosigkeiten dazu beitragen, dass es Menschen besser geht.

Ich kann es nicht richtig finden, wie wir hier Geld und Ressourcenverbrauch hinterherjagen, während die Welt woanders weit davon weg ist, in Ordnung zu sein. – Sind wir nicht soziale Wesen? – Sollte menschliches Bestreben nicht daraus bestehen, Erfüllung im Für- und Miteinander zu finden? – Was tun wir hier eigentlich, und wofür, wenn es nicht mal Zukunft hat?